Setze die Füße hüftbreit, finde Länge in der Wirbelsäule und lege eine Hand auf den unteren Bauch. Fünf ruhige Nasenatemzüge mit sanft verlängertem Ausatmen beruhigen dein Nervensystem und signalisieren den Schultern, loszulassen. Spüre, wie sich die Rippen seitlich und nach hinten ausdehnen, während das Brustbein weich schwebt statt herauszudrücken. Diese Mini‑Sequenz passt in jede Pause, hilft dir, wieder präsent zu werden, und ist die Grundlage für jede weitere Bewegung am Stuhl.
Rutsche an die Vorderkante, Füße stabil, Hände locker auf den Oberschenkeln. Kippe das Becken mehrmals langsam vor und zurück, als würdest du die Sitzbeinhöcker über die Fläche rollen. Diese geführte Bewegung entlastet die Lendenwirbelsäule, massiert sanft die tiefe Bauchmuskulatur und bereitet die Brustwirbelsäule auf Aufrichtung vor. Atme synchron: Einatmen in eine weiche Hohlkreuz‑Tendenz, Ausatmen in runde Länge. Sechzig Sekunden genügen, um Wärme, Klarheit und ein deutlich leichteres Sitzen zu spüren.
Lege die Fingerspitzen auf die Schultern, zeichne mit den Ellenbogen weite Kreise und halte den Nacken lang. Anschließend führe Scapula‑Glides: Schultern bewusst nach vorn, oben, hinten, unten, dabei Kiefer lösen und Blick weich. Finde schließlich leichte Außenrotation der Oberarme, als würdest du Papier unter den Achseln halten. Dieser Ablauf schafft Platz am Schlüsselbein, reduziert den typischen Maus‑Zug und bringt Atmungsfreiheit zurück. Perfekt, wenn du gleich wieder tippen musst, aber Spannung nicht mitnehmen willst.